Mit dem Statusbericht Kreislaufwirtschaft 2026 liegt eine umfassende Bestandsaufnahme der deutschen Entsorgungsbranche vor. Der Bericht zeigt ein gespaltenes Bild: Während die Kreislaufwirtschaft fachlich, technisch und strategisch hervorragend aufgestellt ist und über rund 13.500 Behandlungs- und Entsorgungsanlagen verfügt, verschärft sich die wirtschaftliche Lage erheblich.
Besonders kritisch sind volatile Sekundärrohstoffmärkte, steigende Energie- und Betriebskosten sowie wachsende regulatorische Anforderungen. Diese Faktoren belasten zentrale Segmente erheblich – insbesondere Kunststoff-, Textil- und Glasrecycling. Die Branche fürchtet, wertvolle Sammel- und Recyclingstrukturen zu verlieren. Die Kreislaufführung stößt derzeit weniger an technische als vielmehr an wirtschaftliche und rechtliche Grenzen. Investitionsfähigkeit, Innovationsdynamik und wirtschaftliche Stabilität sind unter Druck. Fachexperten fordern eine stärkere Unterstützung durch verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und einen engen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik.
Stand: 2026-04-28
Quelle: Statusbericht auf bvse.de
